Heidelberg, den 01.02.2010/verfasst von Johannes Ernst
Gegen die ersatzgeschwächten Ludwigshafener kamen die Hausherren zunächst nur schleppend ins Spiel und versäumten es, sich schon frühzeitig entscheidend abzusetzen.
Aufgrund der vermeintlich einfachen Aufgabe unterliefen den fahrerisch starken Kirchheimer zu Beginn der Partie zu viele leichte Fehler und so machten die Hausherren zunächst den Gegner stark, der ein ums andere Mal traf. Trotz der offenbarten Schwächen, vor allem in der Verteidigung, konnten die Rolling Chocolate mit einem knappen 17:12-Vorsprung das
1. Viertel beenden.
Trainerin Christa Weber versuchte vor dem 2. Viertel ihre Mannschaft nochmals wachzurütteln und appellierte an ihre Spieler, sich auf ihre Stärken zu konzentrieren.
Im 2. Viertel agierten die Heidelberger dann weitaus aggressiver und konnten den Gegner mit einer Full-Court-Presse stark unter Druck setzten. Die physisch unterlegenen Pfälzer hatten in der Folge dem Ansturm der Gastgeber wenig entgegen zu setzten und gaben zunehmend das Heft aus der Hand. Mit vielen schönen Fastbreaks und einigen gut vorgetragenen Angriffen konnte sich das Team um den erfahrenen Mannschaftskapitän Klaus Weber, mit 27 Punkten bester Werfer der Partie, bis zur Pause dann doch entscheidend absetzen. Den Gästen gelangen im gesamten 2. Viertel, aufgrund der starken Defense der Heidelberger, nur 3 Punkte. Der Vorsprung der Heidelberger wuchs dementsprechend auf 45:15 bis zur Pause an und bedeutete bereits zu diesem frühen Zeitpunkt die Vorentscheidung.
Nach der Pause kam das Team von Trainerin Christa Weber selbstbewusst aus der Kabine und knüpfte dort an, wo es aufgehört hatte. Dank einer geschlossenen Mannschaftsleistung konnten die Rolling Chocolate im 3. Viertel ihren Vorsprung weiter ausbauen. Insgesamt punkteten 4 Spieler der Heidelberger zweistellig und auch die nach wie vor aggressive Press-Verteidigung der Hausherren stellte das Team aus Ludwigshafen in der Folge vor unlösbare Probleme. Trotzdem kämpfte das Team um den erfahrenen Uli Süss aufopferungsvoll, konnte aber nicht verhindern, dass der Vorsprung der Gastgeber beständig anwuchs. So endete das
3.Viertel mit einem Spielstand von 67:27 für die Heidelberger.
Im letzten Spielabschnitt ließ die Konzentration der überlegenen Kirchheimer dann etwas nach und so ermöglichte das Team vom Neckar den Gästen vom Rhein mehrere leichte Punkte. Trotz dieser Schwächephase wurde die körperliche und spielerische Überlegenheit der Rolling Chocolate mit zunehmender Spieldauer immer deutlicher und so konnten sich die Gastgeber am Ende klar und deutlich mit 93:42 gegen einen erwartet schwachen Gegner durchsetzen.
Mit diesem eindeutigen Sieg schoben sich die Rolling Chocolate wieder vorbei am bisherigen Tabellenführer Augsburg und sind nun wieder Spitzenreiter in der 2. Bundesliga Süd. Doch bereits am kommenden Samstag bestreiten die Neckarstädter ein schweres Auswärtsspiel gegen den USC München 2 und könnten bei einer Niederlage die Tabellenführung schon wieder verlieren. Aus diesem Grund warnte auch Trainerin Christa Weber nach dem Spiel gegen Ludwigshafen vor zu viel Euphorie: „Wir haben heute gegen einen schwachen Gegner hoch gewonnen, obwohl wir phasenweise nicht den besten Basketball gespielt haben. Ich hoffe, dass mein Team diesen Sieg nicht überbewertet und sich trotzdem heute das nötige Selbstvertrauen geholt hat , das es am Wochenende brauchen wird, um zu gewinnen.“
Das nächste Heimspiel der Rolling Chocolate gegen den momentan Tabellenzweiten
SV-Reha Augsburg findet am Samstag, den 13.02.10 um 16 Uhr, in der Halle 1 des Sportzentrums Süd in Heidelberg-Kirchheim statt.
Für Heidelberg spielten:
Bleicker-Schulze (6), Burkart (16), Ernst (16), Gumpert, C. (0), Gumpert, T. (2),
Hopp, A. (16), Scherke (2), Schöneberg (8), Weber (27), Wilke (0).
Für Ludwigshafen spielten:
Arnold (2), Dogan (12), Grygosch (0), Oßwaldt (13), Schefczik (0), Süss (11), Umstätter (4).
Aktuelle Tabelle der 2. Bundesliga Süd