Para Ski alpin: Insgesamt sechs Podestplätze beim Heim-Weltcup
Ein kompletter Medaillensatz am Donnerstag, ein kompletter Medaillensatz am Freitag: Der Heim-Weltcup im Para Ski alpin am Feldberg war für das deutsche Team noch erfolgreicher als bei der Premiere 2025.
Wie schon am Donnerstag sind Paralympics-Siegerin Anna-Lena Forster (BRSV Radolfzell) im Monoski sowie Anna-Maria Rieder und Andrea Rothfuss in der stehenden Klasse auf die Plätze eins, zwei und drei gefahren. „Es ist schon einfach cool“, freute sich Forster, die in Freiburg wohnt und die kürzeste Anreise zum Feldberg hatte: „Die Stimmung, die mein Fanclub hier macht, ist sensationell und auch wie es generell aufgezogen ist – es macht so viel Spaß, hier zu fahren.“
Die steile FIS-Strecke in Fahl erwies sich am Freitag als tückisch, viele Athletinnen und Athleten schieden aus, darunter auch Forsters größte Konkurrentin aus Spanien, doch die Deutschen präsentierten sich stark und meisterten den anspruchsvollen Hang.
Die 17 Jahre junge Maya Fügenschuh kam mit ihrer Guidin Johanna Holzmann auf Rang vier und verbesserte sich genau wie der einbeinige Skifahrer Christoph Glötzner, der Fünfter wurde, um eine Position zum Vortag. Beide stellten damit ihr bestes Saisonergebnis ein. Monoskifahrer Leon Gensert, der am Donnerstag gestürzt war, belegte Rang sechs und durfte seine beste Weltcup-Platzierung bejubeln. Lediglich Alexander Rauen fädelte im Zielhang ein und musste sich mit Guide Jeremias Wilke mit dem fünften Platz vom Donnerstag begnügen.
„Heute war es vielleicht ein kleines bisschen zu warm, dadurch waren die Pistenbedingungen vor allem im zweiten Durchgang schwierig“, sagte Bundestrainer Justus Wolf: „Aber es war wieder ein super Event, alle Beteiligten sind zufrieden. Die Resonanz von anderen Nationen ist absolut positiv und das macht uns froh, dass wir uns als gute Gastgeber präsentieren konnten.“
Auch Schirmherr Alexander Spitz, als einbeiniger Skifahrer selbst mehrfacher Paralympics-Sieger und aus dem benachbarten Menzenschwand stammend, war voll des Lobes: „Heute strahlen zwei Sonnen um die Wette, das ist einmal die vom Planeten und ich. Wir haben hier traumhafte Bedingungen vorgefunden. Zwei hochspektakuläre Wettkampftage, die den Sportlern alles abverlangt haben: Ich glaube, besser kann man den Para Sport nicht präsentieren.“
Eine schöne Überraschung zum Tagesabschluss hatte Johannes Albrecht noch parat. Der Bürgermeister der Gemeinde Feldberg griff nach der Siegerehrung noch zum Mikrofon und verriet, dass der Weltcup auch kommendes Jahr Station in Fahl machen wird: „Para Sport auf höchstem Niveau, Sonnenschein und glückliche Gesichter – wir freuen uns jetzt schon auf das Jahr 2027, wenn es wieder heißt: Para Weltcup am Feldberg.“
Kommende Woche steigt der Weltcup im französischen Méribel, danach folgen noch Stationen in Tignes und im schweizerischen Veysonnaz, bevor am 6. März die Paralympics in Italien eröffnet werden und das deutsche Team in Cortina d’Ampezzo um die Medaillen kämpfen wird.
Quelle/Text: Nico Feißt / DBS